Suche
Suche Menü

7 Tipps zum Stressmanagement

Was ist Stress und wie gehen Sie richtig damit um? Der folgende Artikel soll Ihnen helfen einen Ausgleich zu finden und Ihnen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern, wenn Sie gerade kurz davor waren, frustriert den Tisch umzuwerfen.

Die E-Mail-Flut ebbt einfach nicht ab, die Kinder müssen zur Schule und zu ihren Freizeitaktivitäten gebracht werden, der Dokumentenberg auf dem Schreibtisch wird immer höher und der Tag hat immer noch nur 24 Stunden. Scheint es Ihnen, als wären Sie gegen all den Stress machtlos?

Warum ist es so wichtig Stress richtig zu managen?
Was ist Stress?

Der Begriff „Stress“ beschreibt eine ganz natürliche Reaktion unseres Körpers, den bereits unsere Ur-Vorfahren kannten. Damals nicht als Antwort auf eine volle Mailbox, zu wenig Platz in der U-Bahn oder den Gedanken an die Abschlussprüfung sondern als Reaktion auf Gefahr, Verletzungen oder Hunger. Unsere Erfahrungen und Wertvorstellungen lassen uns eine Situation bewerten, sobald wir mit ihr konfrontiert werden. Dieser Vorgang wird uns noch nicht einmal unbedingt bewusst.

Eu- und Disstress – Guter und schlechter Stress

Ganz vermeiden lässt er sich wohl nie und das wollen wir schließlich auch nicht. Stress kann uns helfen, eine Herausforderung konzentriert zu bewältigen, stetig auf ein Ziel hinzuarbeiten und ungeahnte Energien freiwerden zu lassen. Erst wenn der Stress ein gewisses Level übersteigt, kann er zu Panik, Müdigkeit, Gesundheitseinschränkungen und schließlich einem Burn-Out, also einem totalem Zusammenbruch führen.

Stellen wir uns vor, dass wir ein Auto ständig bis zum Limit fahren – Fuß auf dem Gas und das im ersten Gang. Nach dem Ölstand, dem Wischerwasser und den Reifen haben wir schon länger nicht mehr geschaut und das Quietschen ignorieren wir mal gekonnt. Der Motor beginnt zu stottern bis unser Wagen stehen bleibt und beginnt unter der Haube zu qualmen. Ohne regelmäßige Stopps und Services geht es nun einmal nicht.

Genauso läuft es mit unserem Körper. Dauerstress führt zu Verschleiß und kann unseren Organismus krank machen. Selbst wenn der Stress privater Natur ist, beeinflusst er den beruflichen Alltag. Stresssymptome erkennen und entsprechend zu handeln, zählt zu den Aufgaben verantwortungsvoller Führungskräfte.

7 Tipps zum Stressmanagement

Quelle: Pixabay

7 Tipps zum Stressmanagement
  1. Die Stressquelle
    Können Sie klar definieren, woher all Ihr Stress stammt? Klar, da sind die großen Faktoren – der Job, vielleicht ein Umzug oder eine Scheidung. Gibt es aber vielleicht Dinge, die Sie übersehen?Fühlen Sie sich zum Beispiel ständig unter Druck wegen Deadlines, die Sie fürchten nicht einhalten zu können? Vielleicht schieben Sie Dinge aber nur auf und stellen sich diesen nicht. Versuchen Sie doch einmal ein Stress-Tagebuch zu führen und festzuhalten, welche Situationen Sie besonders überfordern.
  1. Delegieren
    Ok, Sie haben festgestellt, dass Sie sich von der Arbeitsmenge, die Sie täglich bewältigen müssen, gestresst fühlen. Gibt es Aufgaben, die Sie an andere abgeben können?Delegieren ist gar nicht so einfach, wie es klingt und benötigt eine ordentliche Portion Kommunikation. Nur wenn Kompetenzen und Aufgaben richtig weitergegeben und erklärt werden, verringert Delegieren Ihren Stress.
  2. Aufgaben strukturieren
    Versuchen Sie alles gleichzeitig zu erledigen? Das kann ja nicht gutgehen. Erstellen Sie sich eine Prioritätenliste und arbeiten Sie diese fokussiert von oben nach unten ab. Denken Sie hierbei auch darüber nach, ob es vielleicht Aufgaben gibt, die für die Erreichung Ihres Zieles keine Bedeutung haben.
  3. Während der Arbeit Musik hören
    Manche können sich damit gar nicht konzentrieren, andere brauchen es – Lieblingsmusik kann Ihnen helfen, dich gar nicht erst gestresst zu fühlen. Alles läuft in Ihrem Rhythmus ab.
  4. Abreagieren
    Sie sollten Ihren Stress nicht in sich „hineinfressen“, also müssen Sie immer mal Dampf ablassen.Da Sie im Büro wohl schräge Blicke ernten werden, wenn Sie einfach losschreien, schlage ich Ihnen hier eine andere Möglichkeit vor, um Frust loszuwerden. Senken Sie Ihr Stresslevel neurobiologisch mit einer einfachen Tapp-Methode, die sich in Fachkreisen „bilaterale Hemisphärenstimulation“ nennt.Setzen Sie sich hierzu an einen ungestörten Ort und atmen Sie einige Male bewusst ein und aus, wobei das Ausatmen doppelt so lang, wie das Einatmen dauern sollte.Wo sitzt der Stress in Ihrem Körper? Vielleicht im Magen oder im Kopf? Konzentrieren Sie sich auf diesen Bereich und schlagen Sie sich für ein paar Minuten leicht abwechselnd auf die Oberschenkel. Verändern Sie das Tempo hin und wieder von 120 bis zu 180 Schlägen pro Minute. Schon bald sollten Sie bemerken, wie der Frust weniger wird.
  5. Schreibtischdekoration
    Stellen Sie sich ein Bild Ihrer Familie, Ihres Haustieres, der Lieblingsserie oder einfach einen Gegenstand, der Sie an ein schönes Erlebnis erinnert, in Ihren Arbeitsbereich.Das Personalisieren des eigenen Arbeitsbereiches kann Ihnen ein gelegentliches Lächeln aufs Gesicht zaubern und Sie in das Gefühl zurückversetzen, dass Sie mit dem Gegenstand oder Foto verbinden.
  6. Gesund leben – Für Körper und Seele
    Eine gesunde Ernährung und Sport halten Ihren Körper fit. Sich mit Freunden zu umgeben und die Freizeit so gestalten, wie Sie es sich wünschen, sind Balsam für die Seele. Sorgen Sie für den Ausgleich, den Sie sich verdienen.

 

Sind nur Manager gestresst?

Natürlich nicht. Jeder kann sich in bestimmten Situationen gestresst und überfordert fühlen. Ob sich die Situation als positiver oder negativer Stress auf unseren Organismus auswirkt, kann von folgenden Faktoren abhängen:

  • Fühlen wir uns sicher und der Situation gewachsen?
  • Haben wir uns freiwillig in die Situation begeben?
  • Bewerten wir die Stressfaktoren mit Hilfe unserer Erfahrungen positiv oder negativ?
  • Hält der als negativ bewertete Stress lange an?


Sind Sie selbst eine Führungskraft, kennen Sie vielleicht die Mitarbeiter, die Ihnen nie einen Wunsch abschlagen würden. Erkennen Sie rechtzeitig, wenn sich ein Kollege überarbeitet fühlt und sorgen Sie für ausreichend Pausen. Können Sie Arbeit umstrukturieren? Die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern ist als Führungskraft eine Ihrer höchsten Prioritäten.

Wie gehen sie mit Stress um?

Jeder geht mit Stress anders um und jeder sollte versuchen einen eigenen Ausgleich zu finden. Was hilft Ihnen? Wie können Sie nach einem stressigem Arbeitstag ausspannen? Wir freuen uns über Ihre Kommentare!

 

Autor:

Saleh Amiralai

Dipl.-Ing. Saleh Amiralai ist Führungskräftecoach und Chief Happiness Officer. Schwerpunkt seiner Expertise sind die Themen „Positive Leadership“ und „Mitarbeiterzufriedenheit & Arbeitsglück“. Hierbei unterstützt er Unternehmen und Führungskräfte dabei, ihre Führungsaufgabe wirksamer zu gestalten, um innerhalb kürzester Zeit bessere Ergebnisse zu erzielen.

HirnPuls_Be Happy at Work